24-Stunden-Pflege – Orientierung für Angehörige und Pflegende

Die Pflege eines Angehörigen rund um die Uhr stellt viele Familien vor große Herausforderungen. Die 24-Stunden-Pflege bietet eine Möglichkeit, die Versorgung zu Hause sicherzustellen und Angehörige zu entlasten. In diesem Artikel erfahren Sie, was 24-Stunden-Pflege bedeutet, für wen sie geeignet ist und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Die 24-Stunden-Pflege bedeutet, dass eine Betreuungskraft im Haushalt der pflegebedürftigen Person lebt oder dort den Großteil des Tages vor Ort ist. Sie übernimmt Aufgaben wie Grundpflege, Hilfe bei alltäglichen Verrichtungen, Haushaltsaufgaben und soziale Betreuung. Alltags- und Grundpflege können in der Regel von einer Betreuungskraft übernommen werden, während medizinische Behandlungspflege durch ambulante Pflegedienste oder examinierte Pflegefachkräfte erfolgen muss.

Wann ist 24-Stunden-Pflege sinnvoll?

Dieses Modell eignet sich besonders für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, an Demenz oder altersbedingten Einschränkungen leiden oder trotz Pflegebedarf zu Hause bleiben möchten. Für Angehörige bedeutet die 24-Stunden-Pflege Entlastung und Sicherheit, ohne den vertrauten Lebensraum aufzugeben.

Typische Einsatzsituationen:

  • Beginnende Demenz oder kognitive Einschränkungen
  • Chronische Erkrankungen oder körperliche Einschränkungen
  • Wunsch, einen Umzug ins Pflegeheim zu vermeiden

 
Kosten und Finanzierung 

Die Kosten für eine 24-Stunden-Pflege liegen in der Regel zwischen 2.300 und 4.000 Euro pro Monat, abhängig vom Umfang der Betreuung und dem jeweiligen Modell. Betreuungskräfte kommen häufig aus dem Ausland und werden über spezialisierte Agenturen vermittelt. Bei anerkanntem Pflegegrad können Pflegekassen finanzielle Unterstützung leisten.

Worauf man bei der Auswahl achten sollte

Die Auswahl der Betreuungskraft erfordert besondere Sorgfalt. Wichtig sind ausreichende Sprachkenntnisse, ein eigenes Zimmer und Kost für die Pflegekraft sowie vertraglich festgelegte Arbeitszeiten, Aufgabenbereiche und Ersatzregelungen. Auch wenn vom Modell “24-Stunden-Pflege” die Rede ist, müssen gesetzliche Arbeitszeiten, Pausen und freie Tage der Betreuungskraft unbedingt eingehalten werden. Idealerweise sollte die Betreuung über einen seriösen Anbieter mit Erfahrung erfolgen und ein detaillierter Kostenvoranschlag erstellt werden, der mögliche Leistungen der Pflegekasse berücksichtigt.

24-Stunden-Pflege als Entlastung

Die 24-Stunden-Pflege ermöglicht pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu Hause und bietet Angehörigen wichtige Entlastung. Mit einer sorgfältigen Auswahl der Betreuungskraft lässt sich die Pflege individuell und zuverlässig organisieren.

Bild einer Expertin im Bereich der Pflege
Ab Pflegegrad 1
Anspruch auf Pflegehilfsmittel

Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

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Pflegegrad 1 bis 5

Die zu pflegende Person hat einen Pflegegrad (1-5) und es liegt ein Bedarf an Pflegehilfsmitteln vor.

Icon Haus

Häusliches Umfeld

Die zu pflegende Person lebt zu Hause und nicht in einem Pflegeheim.

Icon Angehörige

Pflegende Angehörige

Die zu pflegende Person wird von einer angehörigen Person zu Hause gepflegt.

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